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SCHLAU FB Logo - grünInfos zu den Workshops von SCHLAU Wiesbaden

Auf dieser Seite finden Sie alle Infos rund um die Workshop-Planung, wichtige organisatorische Hinweise sowie einen Einblick in das Team von SCHLAU Wiesbaden. Infos zu der Idee hinter SCHLAU finden Sie im Menü unter KONZEPT.

Aktuelle Neuigkeiten rund um das SCHLAU-Netzwerk finden Sie auf der Website des Landesnetzwerks.

 

Zwischen fünf und zehn Prozent aller Menschen sind nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung schwul, lesbisch, bi oder trans*. Statistisch gesehen sind das ein oder zwei Jugendliche in jeder Schulklasse. Unverständnis, Ausgrenzung und sogar Gewalt sind Erfahrungen, von denen die meisten betroffenen Jugendlichen berichten -wohl auch, weil in deutschen Klassenzimmern über sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten kaum gesprochen wird.

Das Deutsche Jugendinstitut veröffentlichte im Herbst 2015 erstmals eine bundesweite Studie zur Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bi, trans* und queeren (LGBTIQ*) Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Ergebnisse sind eindeutig:

  • Acht von zehn befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfuhren auf Grund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Diskriminierung. 55 Prozent der Befragten erlebten diese im schulischen Kontext.
  • 61 Prozent der Befragten gaben an, sich vor einem Coming-Out im schulischen oder beruflichen Kontext zu fürchten. Ein Coming-Out während der Schulzeit vermeiden die meisten Menschen aus Angst vor Ausgrenzung und Mobbing.
  • Im Unterricht wird das Thema LGBTIQ* häufig nicht angesprochen. Positive Beispiele und Vorbilder für Jugendliche sind selten. Auf Schimpfworte oder offene Anfeindungen wurde nur von 57 Prozent der Lehrkräfte reagiert.

Auch SCHLAU-Teamer_innen haben oft ähnliche Erfahrungen in ihrer eigenen Schulzeit gemacht. Für die meisten von uns Motiviation genug, LGBTIQ*-Themen mit Schulklassen im Rahmen unserer Workshops anzusprechen. Getreu unserem Motto: Mit uns reden, statt über uns!

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Methoden & Ablauf

  • Einstieg mit Gesprächsregeln und Kennenlernspielen
  • Hinführung zum Thema durch Begriffsklärung und pädagogische Methoden
  • Biografisches Gespräch, Erfahrungsaustausch und Begegnung mit unserem Team
  • Möglichkeiten zum offenen oder anonymen Fragenstellen
  • Altersgerechte Arbeit mit ganzer Klasse/Gruppe und in geschlechterspezifischen Kleingruppen
  • Auswertung des Workshops durch einen Fragebogen und im Nachgespräch mit der Lehrkraft

 

Lernziele

  • Sexuelle Orientierung und Geschlechteridentitäten thematisieren
  • Vielfältige Lebensweisen vorstellen
  • Vorurteile und Geschlechterklischees reflektieren lernen
  • Toleranz, Respekt und Verständnis fördern

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1. Wie kann ich Kontakt aufnehmen?

Der Erstkontakt erfolgt per Mail an wiesbaden@schlau-hessen.de. Ihre Anfrage wird möglichst zeitnah bearbeitet.

 

2. Für welche Zielgruppe sind die Workshops geeignet?

Unsere Workshops werden dem Alter der Teilnehmenden angepasst. Wir arbeiten mit Schulklassen von der 8. bis 13. Klasse in allgemeinbildenden Schulen sowie Studierenden und Auszubildenden. Veranstaltungen mit anderen Gruppen und Schulformen sind nach Absprache möglich.

 

3. Was muss im Vorfeld geklärt werden?

Die Workshop-Vorbereitung erfolgt in Absprache mit der Projektkoordination. Wir benötigen mindestens folgende Informationen:

  • Wieviele Personen nehmen teil?
  • Welches Alter haben die Teilnehmenden?
  • Wie ist das Geschlechterverhältnis?
  • Gibt es in der Gruppe Vorkommnisse oder nennenswerte Konflikte?
  • In welchem Rahmen wird das Projekt durchgeführt?
  • Welches Vorwissen besitzen die Teilnehmenden?

 

4. Welche Kosten entstehen?

Ein Teil unserer Workshops kann durch die Förderung von SCHLAU Hessen über das Land Hessen subventioniert werden. Für diese Workshops nehmen wir keine Aufwandsentschädigung. Ob Ihr Workshop darunter fällt, oder welche Kosten ggf. anfallen, können wir Ihnen im Vorgespräch mitteilen.

 

5. Wie soll der Workshop vorbereitet werden?

Wichtig: Wir setzen voraus, dass alle Teilnehmenden über die Inhalte des Workshops vorab informiert werden! Die Verantwortung dafür liegt bei der Lehrperson bzw. Gruppenleitung. Eine weitergehende Einführung in das Thema ist nicht notwendig, auch wenn wir es begrüßen, wenn die Workshops nicht losgelöst vom sonstigen Unterrichtsgeschehen stattfinden.

 

6. Nehmen Lehrkräfte an den Workshops teil?

Bitte beachten Sie, dass Lehrende an unseren Workshops nicht teilnehmen. Wir möchten den Teilnehmenden einen geschützten Raum bieten, in dem offen – und ohne Bewertungsdruck – über die Themen gesprochen werden kann.

 

7. Welche Möglichkeiten zur Nachbereitung gibt es?

Auf Wunsch, kann Ihnen unser Team direkt im Anschluss eine Rückmeldung zur Veranstaltung geben. Auch eine spätere Kontaktaufnahme mit der Projektkoordination ist möglich. Außerdem füllen die Teilnehmenden am Ende des Workshops einen anonymen Feedbackbogen aus, der uns bei der Evaluation unseres Projekt hilft.

 

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Unser Team

Das Team von SCHLAU Wiesbaden besteht aus jungen Ehrenamtlichen, die mit Schulklassen, Jugendgruppen und jungen Erwachsenen zu geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen arbeiten. Wir führen durch pädagogische Methoden und Begriffsklärungen in das Themengebiet ein, sprechen autobiografisch über unsere eigenen Erfahrungen und bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, offen Fragen zu stellen und über Vorurteile und Klischees zu sprechen.

Im Folgenden gibt es weitere Infos über unsere Struktur sowie Infos darüber, wie du dich bei SCHLAU Marburg_Gießen einbringen kannst.

SCHLAU Wiesbaden

Wir sind ein Zusammenschluss von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des MIA-Präventionsteams, der AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V. und dem Community-Verein Warmes Wiesbaden e.V.. Koordiniert werden wir von Vertreter_innen beider Gruppen.

 

MIA (Men In Action)

Ist das  Präventionsteam der AIDS-Hilfe Wiesbaden. Diese Gruppe ist zuständig für die Vor-Ort-Präventionsarbeit in der queeren Szene in Wiesbaden, außerdem unterstützten sie die Arbeit in den Bereichen Schul– und Internetprävention. Seit 2009 bietet das Team auch Coming-Out Beratung an.

 

Warmes Wiesbaden

2011 gründete sich der Verein Warmes Wiesbaden mit dem Ziel, einen aktiven Beitrag zu mehr Akzeptanz und Offenheit gegenüber Homosexualität in der Region zu leisten. Außerdem will WaWi für ein gutes Freizeitangebot für Mitglieder der LGBITQ*-Community sorgen. Der Rainbowflash zum Tag gegen Homophobie, die Partyserie „Let’s Go Queer“ im Schlachthof oder das Projekt Christopher Street Day sind nur einige ausgewählte Aktionen.

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Engagier dich!

Wir suchen junge Erwachsene, die Lust haben in Workshops über sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten aufzuklären – weil sie z.B. selbst lesbisch, schwul, bi, hetero, trans*, inter*, queer oder asexuell sind, oder mit diesen Themen enge Berührungspunkte haben. Außerdem suchen wir Menschen, die Lust haben mit Schulklassen zu arbeiten, offen auf persönliche Fragen zu antworten und gelassen auch manch blödem Kommentar zu begegnen.

Trifft das auf dich zu? Vielleicht magst du uns ja kennenlernen!

 

Wie kann ich mitmachen?

Wenn du Interesse hast, schreibe eine Mail mit einer kurzen Vorstellung an wiesbaden@schlau-hessen.de. Wir informieren dich dann über unsere Teamtreffen und den Einstieg ins Team.

 

Was erwartet mich?

Der Einstieg ins Team wird in Form einer Probephase gestaltet. In dieser Zeit übernimmst du kleinere Aufgaben und bekommst von unseren erfahrenen Team-Mitgliedern Tipps und Hinweise für den SCHLAU-Alltag. Zum Beispiel dazu, wie ein Coming-Out erzählt wird oder wie auf schwierige Fragen geantwortet werden kann. In diese Zeit fällt auch eine Hospitation während eines Workshops, in der du die Veranstaltung ganz entspannt beobachten kannst – um dann für dich und mit unserem Team zu schauen, ob dir die Aufgabe zusagt.

Auch nach dem Einstieg ins Team liegt uns viel daran, dass unsere Teamer_innen persönlich, fachlich und didaktisch geschult werden. Regelmäßig werden von SCHLAU Wiesbaden oder durch das Landesnetzwerk SCHLAU Hessen Fortbildungen organisiert – wie z.B. zu den Themen Rassismus und Inter*oder beim gemeinsamen Methodentraining.

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